Du kennst das sicher: Morgens beim Aufstehen dreht sich alles, die Beine fühlen sich schwer an und der Kreislauf will einfach nicht in Schwung kommen. Niedriger Blutdruck, in der Fachsprache Hypotonie genannt, betrifft viele Menschen – und die bewährten omas hausmittel niedriger blutdruck können hier sanft und effektiv helfen. Während ein zu hoher Blutdruck gefährlich sein kann, gilt niedriger Blutdruck meist als harmlos. Trotzdem können die Symptome wie Schwindel, Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und kalte Hände oder Füße den Alltag deutlich beeinträchtigen.

Die gute Nachricht: Du musst nicht gleich zu Medikamenten greifen. Unsere Großmütter kannten bereits zahlreiche natürliche Methoden, um den Kreislauf anzukurbeln und den Blutdruck sanft zu erhöhen. Diese traditionellen Hausmittel haben sich über Generationen bewährt und basieren auf einfachen, aber wirkungsvollen Prinzipien. In diesem Artikel stelle ich dir die zehn besten omas hausmittel niedriger blutdruck vor, die du sofort ausprobieren kannst – ganz ohne Nebenwirkungen und mit Zutaten, die du meist schon zu Hause hast.

Auf einen Blick: Die besten Hausmittel bei niedrigem Blutdruck

  • 🧂 Salzhaltige Speisen
  • 🌿 Rosmarin-Tee
  • 🚿 Wechselduschen
  • ☕ Kaffee in Maßen
  • 💧 Viel Wasser trinken
  • 🍬 Süßholzwurzel / Lakritz
  • 🏃 Bewegung an frischer Luft
  • 🧦 Kompressionsstrümpfe
  • 🍽️ Kleine, häufige Mahlzeiten
  • 🛏️ Beine hochlagern

🧂 1. Salz – Der schnelle Helfer bei niedrigem Blutdruck

Während Menschen mit hohem Blutdruck Salz meiden sollten, ist es bei niedrigem Blutdruck ein echter Geheimtipp. Salz bindet Wasser im Körper und erhöht dadurch das Blutvolumen, was wiederum den Blutdruck ansteigen lässt. Dieser Effekt tritt relativ schnell ein und kann bei akutem Schwindel sofortige Linderung bringen.

Anwendung: Streue dir morgens eine Prise Salz auf die Zunge oder trinke ein Glas Wasser mit einer halben Prise Salz. Du kannst auch gezielt salzhaltigere Speisen wählen – etwa Salzgebäck, Salzgurken oder eine kräftige Brühe. Besonders am Morgen, wenn der Kreislauf noch nicht in Schwung ist, kann diese Methode Wunder wirken.

Omas Tipp: Meine Großmutter schwor auf ein Butterbrot mit Salz und Schnittlauch am Morgen. “Das bringt den Kreislauf in Fahrt”, sagte sie immer – und sie hatte recht! Wichtig ist nur, dass du es nicht übertreibst. Ein bis zwei Gramm zusätzliches Salz pro Tag sind bei niedrigem Blutdruck völlig in Ordnung, aber bei bestehenden Nieren- oder Herzerkrankungen solltest du vorher mit deinem Arzt sprechen.

🌿 2. Rosmarin – Das aromatische Kreislauftonikum

Rosmarin ist ein wahres Multitalent unter den Hausmitteln bei niedrigem Blutdruck. Die ätherischen Öle dieser mediterranen Pflanze wirken anregend auf den Kreislauf und können den Blutdruck sanft erhöhen. Rosmarin erweitert die Blutgefäße und fördert die Durchblutung – besonders im Gehirn, was gegen Schwindel und Konzentrationsprobleme hilft.

Anwendung: Am einfachsten ist ein Rosmarin-Tee. Übergieße einen Teelöffel getrocknete oder frische Rosmarinnadeln mit heißem Wasser und lasse den Tee 10 Minuten ziehen. Trinke davon zwei bis drei Tassen täglich. Alternativ kannst du auch ein Rosmarinbad nehmen: Gib einen starken Rosmarin-Sud oder einige Tropfen ätherisches Rosmarinöl ins warme Badewasser. Das Vollbad sollte nicht länger als 15-20 Minuten dauern und nicht zu heiß sein.

Omas Tipp: “Ein Rosmarinzweig im Morgenduschbad vertreibt die Müdigkeit”, pflegte meine Großmutter zu sagen. Sie hängte frische Rosmarinzweige an den Duschkopf – der heiße Dampf löste die ätherischen Öle und sorgte für einen belebenden Start in den Tag. Dieser Trick funktioniert auch heute noch wunderbar und macht die Dusche zu einem kleinen Spa-Erlebnis.

🚿 3. Wechselduschen nach Kneipp – Training für die Gefäße

Wechselduschen sind ein Klassiker unter den Hausmitteln und gehören zur Kneipp-Therapie. Der Wechsel zwischen warmem und kaltem Wasser trainiert die Blutgefäße, macht sie elastischer und regt den Kreislauf nachhaltig an. Regelmäßig angewendet, können Wechselduschen den Blutdruck langfristig stabilisieren und die Beschwerden deutlich reduzieren.

Anwendung: Beginne deine Dusche wie gewohnt mit warmem Wasser. Nach ein bis zwei Minuten stellst du das Wasser auf kühl oder kalt. Brause dich von den Füßen beginnend langsam nach oben ab – erst das rechte Bein, dann das linke, dann die Arme. Lass das kalte Wasser etwa 10-30 Sekunden laufen. Wiederhole den Wechsel zwei bis drei Mal und beende die Dusche immer mit kaltem Wasser. Anschließend gut abtrocknen und warm anziehen.

Omas Tipp: “Immer an den Füßen anfangen und zum Herzen hinarbeiten”, erklärte meine Großmutter beim Wassertreten im Bach. Sie war eine große Verehrerin von Sebastian Kneipp und praktizierte seine Methoden täglich. Wenn dir Wechselduschen am Anfang zu hart sind, kannst du auch nur mit den Unterschenkeln beginnen – in einer Wanne oder mit dem Duschschlauch. Der Effekt stellt sich auch so ein, nur etwas sanfter.

☕ 4. Kaffee – Der klassische Wachmacher

Koffein ist wohl das bekannteste Mittel gegen Müdigkeit und niedrigen Blutdruck. Es stimuliert das zentrale Nervensystem, erhöht die Herzfrequenz und verengt die Blutgefäße – all das führt zu einem Anstieg des Blutdrucks. Der Effekt ist zwar nur vorübergehend, kann aber bei akuten Beschwerden schnell helfen.

Anwendung: Eine Tasse Kaffee am Morgen oder am frühen Nachmittag kann deinen Kreislauf in Schwung bringen. Achte aber darauf, es nicht zu übertreiben – mehr als drei bis vier Tassen täglich sollten es nicht sein. Zu viel Koffein kann zu Herzrasen, Nervosität und Schlafstörungen führen. Wenn du keinen Kaffee magst, funktionieren auch schwarzer oder grüner Tee – sie enthalten ebenfalls Koffein, wenn auch in geringerer Menge.

Omas Tipp: Meine Großmutter trank ihren Morgenkaffee immer mit einem Glas Wasser dazu. “Kaffee ist ein Geschenk, aber er entzieht dem Körper Wasser”, sagte sie. Dieser Rat ist besonders wichtig bei niedrigem Blutdruck, denn ausreichend Flüssigkeit ist entscheidend für einen stabilen Kreislauf. Also: Zu jeder Tasse Kaffee auch ein Glas Wasser – eine einfache Regel mit großer Wirkung.

💧 5. Ausreichend Flüssigkeit – Die Basis für stabilen Blutdruck

Einer der häufigsten Gründe für niedrigen Blutdruck ist schlicht und einfach zu wenig Flüssigkeit im Körper. Wenn du zu wenig trinkst, sinkt das Blutvolumen und damit auch der Blutdruck. Die Folgen: Schwindel, Schwächegefühl und Konzentrationsprobleme. Dabei ist dieses Hausmittel so simpel wie effektiv.

Anwendung: Trinke täglich mindestens zwei bis drei Liter Wasser oder ungesüßte Kräutertees. Am besten stellst du dir morgens eine große Wasserflasche bereit und achtest darauf, dass du sie über den Tag verteilt leertrinkst. Besonders wichtig ist ausreichend Flüssigkeit am Morgen – über Nacht verlierst du durch Atmung und Schwitzen etwa einen halben Liter Wasser. Ein großes Glas lauwarmes Wasser direkt nach dem Aufstehen kann wahre Wunder wirken.

Omas Tipp: “Trinke, bevor der Durst kommt”, war einer von Omas Lieblingssätzen. Sie hatte immer eine Karaffe mit Wasser und frischen Kräutern auf dem Tisch stehen – mal Minze, mal Zitronenmelisse, mal Gurkenscheiben. Das macht das Trinken angenehmer und liefert zusätzliche wertvolle Inhaltsstoffe. Auch warme Brühen – ob Gemüse-, Hühner- oder Rinderbrühe – sind hervorragend geeignet, denn sie liefern neben Flüssigkeit auch Salz und Mineralstoffe.

🍬 6. Süßholzwurzel und Lakritz – Süße Medizin aus der Natur

Lakritz ist nicht nur eine Süßigkeit, sondern auch ein traditionelles Hausmittel bei niedrigem Blutdruck. Der Wirkstoff Glycyrrhizin in der Süßholzwurzel führt dazu, dass der Körper vermehrt Natrium zurückhält und Kalium ausscheidet. Das erhöht das Blutvolumen und damit den Blutdruck. Dieser Effekt ist wissenschaftlich gut belegt.

Anwendung: Du kannst echtes Lakritz (aus der Apotheke oder dem Reformhaus) naschen – etwa 50 bis 100 Gramm pro Tag können den Blutdruck leicht erhöhen. Wichtig: Es muss echtes Lakritz sein, nicht die Süßigkeiten aus dem Supermarkt, die oft kaum Süßholzwurzel enthalten. Alternativ kannst du auch Süßholzwurzel-Tee trinken. Übergieße einen Teelöffel Süßholzwurzel mit heißem Wasser, lasse den Tee 10-15 Minuten ziehen und trinke zwei bis drei Tassen täglich.

Omas Tipp: Oma hatte immer eine kleine Dose mit Lakritzpastillen in ihrer Handtasche. “Für den Kreislauf”, sagte sie mit einem Augenzwinkern. Aber Vorsicht: Lakritz solltest du nicht dauerhaft in großen Mengen konsumieren, denn es kann auch zu Nebenwirkungen wie Kaliumverlusten oder erhöhtem Blutdruck führen – was bei Hypotonie gewünscht ist, aber nicht übertrieben werden sollte. Bei Schwangerschaft, Bluthochdruck, Herz- oder Nierenerkrankungen solltest du auf Lakritz verzichten.

🏃 7. Bewegung und Sport – Kreislauftraining von innen

Regelmäßige Bewegung ist eines der wirksamsten langfristigen Hausmittel gegen niedrigen Blutdruck. Sport trainiert das Herz-Kreislauf-System, verbessert die Durchblutung und hilft dem Körper, den Blutdruck besser zu regulieren. Besonders Ausdauersport wie Walken, Joggen, Schwimmen oder Radfahren sind ideal.

Anwendung: Versuche, dich täglich mindestens 30 Minuten zu bewegen. Das muss kein intensiver Sport sein – auch ein flotter Spaziergang an der frischen Luft wirkt Wunder. Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Besonders morgens kann eine kleine Bewegungseinheit helfen, den Kreislauf in Schwung zu bringen. Auch leichte Übungen wie Kniebeugen, auf der Stelle gehen oder Arm-Kreisen direkt nach dem Aufstehen aktivieren den Kreislauf.

Omas Tipp: “Nach dem Essen sollst du ruhen oder tausend Schritte tun”, sagte Oma immer. Sie bevorzugte Letzteres und machte nach jeder Mahlzeit einen kleinen Spaziergang. Das verhindert, dass zu viel Blut im Verdauungstrakt “versackt” und der Blutdruck weiter absinkt – ein typisches Problem bei niedrigem Blutdruck. Auch Morgengymnastik am offenen Fenster gehörte zu ihrem täglichen Ritual. Die Kombination aus Bewegung und frischer Luft bringt den Kreislauf optimal in Fahrt.

🧦 8. Kompressionsstrümpfe – Unterstützung für die Venen

Kompressionsstrümpfe kennt man meist im Zusammenhang mit Venenproblemen, aber sie sind auch bei niedrigem Blutdruck sehr hilfreich. Sie üben Druck auf die Beine aus und verhindern, dass zu viel Blut in den Beinen versackt. Das sorgt dafür, dass mehr Blut zum Herzen zurückfließt und der Blutdruck sich stabilisiert.

Anwendung: Ziehe die Kompressionsstrümpfe morgens direkt nach dem Aufstehen an, am besten noch im Liegen, wenn die Beine noch nicht geschwollen sind. Trage sie über den Tag – besonders wenn du viel stehst oder sitzt. Es gibt verschiedene Kompressionsklassen; für niedrigen Blutdruck reichen meist leichte Stützstrümpfe (Klasse I) aus. Lass dich am besten in einem Sanitätshaus oder in der Apotheke beraten.

Omas Tipp: Früher waren Kompressionsstrümpfe noch nicht so verbreitet, aber Oma schwor auf feste Schnürschuhe und Stiefel. “Die stützen die Waden und halten das Blut in Bewegung”, erklärte sie. Heute gibt es zum Glück moderne, unauffällige Kompressionsstrümpfe, die nicht mehr nach Krankenhaus aussehen. Besonders praktisch sind sie auf langen Reisen oder bei Jobs, bei denen man viel stehen muss.

🍽️ 9. Kleine, häufige Mahlzeiten – Verhindere Blutzuckerschwankungen

Große, schwere Mahlzeiten können den Blutdruck zusätzlich senken, denn für die Verdauung wird viel Blut in den Magen-Darm-Trakt geleitet. Das nennt man postprandiale Hypotonie. Die Folge: Nach dem Essen fühlst du dich müde, schlapp und dir wird schwindelig. Viele kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt belasten den Kreislauf weniger.

Anwendung: Statt drei großer Mahlzeiten iss lieber fünf bis sechs kleinere Portionen über den Tag verteilt. Achte auf eine ausgewogene Zusammensetzung mit komplexen Kohlenhydraten, Proteinen und gesunden Fetten – das hält den Blutzucker stabil und verhindert Energieeinbrüche. Vermeide sehr kohlenhydratreiche Mahlzeiten, die zu schnellen Blutzuckerschwankungen führen können. Ein ausgewogenes Frühstück ist besonders wichtig, um den Tag gut zu starten.

Omas Tipp: Oma hatte immer Nüsse, Trockenfrüchte oder ein hartgekochtes Ei griffbereit. “Kleine Snacks zwischendurch halten den Kreislauf munter”, sagte sie. Besonders Nüsse sind ideal – sie liefern gesunde Fette, Proteine und Mineralstoffe wie Magnesium, das für die Kreislauffunktion wichtig ist. Auch eine Handvoll Salzstangen kann bei akutem Schwindel schnell helfen – die Kombination aus schnellen Kohlenhydraten und Salz stabilisiert den Kreislauf.

🛏️ 10. Beine hochlagern und richtige Aufsteh-Technik

Die Art, wie du aufstehst und dich bewegst, kann einen großen Unterschied machen. Besonders morgens oder nach längerem Liegen oder Sitzen kommt es bei niedrigem Blutdruck oft zu orthostatischer Hypotonie – der Blutdruck sackt beim Aufstehen ab und dir wird schwindelig. Mit der richtigen Technik kannst du das verhindern.

Anwendung: Stehe niemals ruckartig auf. Setze dich zuerst einige Sekunden auf die Bettkante, bevor du aufstehst. Das gibt dem Kreislauf Zeit, sich anzupassen. Wenn dir schwindelig wird, setze dich sofort wieder hin oder lege dich mit hochgelagerten Beinen hin. Auch tagsüber kann es helfen, die Beine für 10-15 Minuten hochzulegen – das fördert den Rückfluss des Blutes zum Herzen. Ideal ist eine Position, bei der die Beine höher liegen als das Herz.

Omas Tipp: “Erst strecken, dann setzen, dann stehen”, war Omas Morgenritual. Sie streckte sich im Bett ausgiebig, bewegte die Beine, setzte sich dann langsam auf und blieb kurz sitzen, bevor sie aufstand. Diese sanfte Mobilisierung aktiviert den Kreislauf schonend und verhindert Schwindelanfälle. Sie legte auch tagsüber gerne die Beine hoch – meist beim Lesen oder Handarbeiten. “Das tut den Venen und dem Herzen gut”, sagte sie – und sie hatte absolut recht.

⚠️ Wann solltest du zum Arzt?

So wirksam Hausmittel bei niedrigem Blutdruck auch sein können – es gibt Situationen, in denen du unbedingt ärztlichen Rat einholen solltest. Wenn du häufig unter Ohnmachtsanfällen leidest, sehr starken Schwindel mit Übelkeit oder Erbrechen hast, Brustschmerzen, Atemnot oder Herzrasen verspürst, solltest du nicht zögern und einen Arzt aufsuchen.

Auch wenn der niedrige Blutdruck plötzlich und ohne erkennbaren Grund auftritt, ist eine ärztliche Abklärung wichtig. Manchmal stecken ernsthafte Erkrankungen dahinter – etwa Schilddrüsenprobleme, Herzerkrankungen, Nebennierenschwäche oder Blutarmut. Bei bestehenden Grunderkrankungen oder wenn du regelmäßig Medikamente einnimmst, solltest du vor der Anwendung von Hausmitteln mit deinem Arzt sprechen – manche Medikamente senken den Blutdruck zusätzlich.

Schwangere sollten besonders vorsichtig sein, denn niedriger Blutdruck ist in der Schwangerschaft zwar häufig, kann aber die Versorgung des Babys beeinträchtigen. Lass dich regelmäßig untersuchen und sprich mit deiner Hebamme oder deinem Frauenarzt über geeignete Maßnahmen.

❓ Häufige Fragen zu niedrigem Blutdruck

Was hilft schnell bei niedrigem Blutdruck?

Wenn dich akuter Schwindel oder Kreislaufprobleme plagen, gibt es einige schnelle Erste-Hilfe-Maßnahmen: Trinke sofort ein großes Glas Wasser, am besten mit einer Prise Salz. Setze oder lege dich hin und lagere die Beine hoch – das bringt das Blut schnell zurück zum Herzen. Eine Tasse Kaffee oder starker schwarzer Tee wirkt innerhalb von 15-30 Minuten. Auch Bewegung hilft: Gehe auf der Stelle, mache ein paar Kniebeugen oder kreise die Arme – das aktiviert den Kreislauf sofort. Ein Stück echtes Lakritz oder salzige Snacks wie Salzstangen können ebenfalls schnell Linderung bringen.

Welcher Blutdruck ist zu niedrig?

Von niedrigem Blutdruck spricht man in der Regel bei Werten unter 100/60 mmHg bei Frauen und unter 110/60 mmHg bei Männern. Allerdings sind diese Werte nur Richtwerte – entscheidend ist, ob du Beschwerden hast. Manche Menschen haben dauerhaft niedrige Werte und fühlen sich pudelwohl, während andere bereits bei leicht erniedrigten Werten unter Schwindel und Müdigkeit leiden. Ärzte sprechen nur dann von behandlungsbedürftigem niedrigem Blutdruck, wenn auch Symptome auftreten. Im Gegensatz zu hohem Blutdruck gilt niedriger Blutdruck nicht als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – im Gegenteil, Menschen mit niedrigem Blutdruck haben statistisch sogar ein geringeres Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Kann Kaffee bei niedrigem Blutdruck helfen?

Ja, Kaffee kann bei niedrigem Blutdruck tatsächlich helfen – allerdings nur kurzfristig. Das enthaltene Koffein stimuliert das zentrale Nervensystem, erhöht die Herzfrequenz und verengt die Blutgefäße leicht. Dadurch steigt der Blutdruck für etwa zwei bis vier Stunden an. Dieser Effekt ist besonders ausgeprägt, wenn du nicht regelmäßig Kaffee trinkst – bei täglichem Konsum gewöhnt sich der Körper an das Koffein und die blutdrucksteigernde Wirkung lässt nach. Optimal sind ein bis drei Tassen über den Tag verteilt. Trinke deinen Kaffee am besten morgens oder am frühen Nachmittag, damit er deinen Schlaf nicht stört. Wichtig: Trinke zu jeder Tasse Kaffee auch ein Glas Wasser, denn Koffein wirkt leicht entwässernd.

Wie kann ich meinen Blutdruck natürlich erhöhen?

Deinen Blutdruck kannst du auf verschiedene natürliche Weisen erhöhen: Trinke ausreichend Flüssigkeit – mindestens zwei bis drei Liter täglich. Erhöhe deine Salzzufuhr moderat durch salzhaltige Speisen oder eine Prise Salz im Wasser. Bewege dich regelmäßig – Ausdauersport wie Walken, Schwimmen oder Radfahren trainiert den Kreislauf nachhaltig. Wechselduschen und kalte Güsse nach Kneipp machen die Gefäße elastischer. Trage Kompressionsstrümpfe, besonders wenn du viel stehst. Iss lieber mehrere kleine Mahlzeiten statt wenige große. Nutze kreislaufanregende Kräuter wie Rosmarin, Ingwer oder Süßholzwurzel. Vermeide zu schnelles Aufstehen – gib deinem Kreislauf Zeit, sich anzupassen. All diese Maßnahmen zusammen können deinen Blutdruck langfristig stabilisieren und die Beschwerden deutlich reduzieren.

Ist niedriger Blutdruck gefährlich?

In den meisten Fällen ist niedriger Blutdruck nicht gefährlich – im Gegenteil, er gilt sogar als Schutzfaktor für Herz und Gefäße. Menschen mit niedrigem Blutdruck haben ein geringeres Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Problematisch wird es erst, wenn Symptome auftreten, die die Lebensqualität beeinträchtigen oder wenn es zu Stürzen durch Schwindel oder Ohnmacht kommt. Besonders bei älteren Menschen können solche Stürze ernsthafte Folgen haben. Gefährlich kann niedriger Blutdruck auch werden, wenn er plötzlich stark abfällt – etwa bei einem Schock, starkem Blutverlust oder als Nebenwirkung von Medikamenten. In solchen Fällen ist sofortige ärztliche Hilfe nötig. Ansonsten gilt: Solange du keine oder nur leichte Beschwerden hast, ist niedriger Blutdruck eher ein Segen als ein Fluch.

Fazit: Omas Weisheit für deinen Kreislauf

Die traditionellen omas hausmittel niedriger blutdruck haben sich über Generationen bewährt und bieten eine sanfte, natürliche Alternative zu Medikamenten. Von der morgendlichen Prise Salz über den belebenden Rosmarin-Tee bis hin zu Wechselduschen und ausreichend Bewegung – all diese Methoden unterstützen deinen Kreislauf auf ganz natürliche Weise.

Das Schöne an diesen Hausmitteln ist, dass du sie problemlos in deinen Alltag integrieren kannst. Du musst nicht alle auf einmal ausprobieren – beginne mit zwei oder drei Methoden, die dir am meisten zusagen, und beobachte, wie dein Körper reagiert. Oft ist es die Kombination verschiedener Maßnahmen, die den größten Erfolg bringt: ausreichend trinken, salzhaltigere Ernährung, regelmäßige Bewegung und Wechselduschen ergänzen sich perfekt.

Wichtig ist, dass du geduldig bleibst – die natürlichen Hausmittel wirken nicht von heute auf morgen, sondern entfalten ihre volle Wirkung erst nach einigen Wochen regelmäßiger Anwendung. Dein Kreislauf wird stabiler, die Schwindelanfälle werden seltener und du fühlst dich insgesamt energiegeladener. Und das Beste: Diese omas hausmittel niedriger blutdruck haben keine Nebenwirkungen, sind günstig und basieren auf jahrhundertealter Erfahrung. Probiere es aus – dein Kreislauf wird es dir danken!